|
Im Jahr 1987 wurde ein Großteil
des Nockgebietes, das vom Liesertal im Westen, Drautal im Süden
und Turracherhöhe im Osten begrenzt wird, zum Nationalpark
erklärt. In der Mitte des Landes Kärnten baut sich diese
interessante, stille Bergwelt auf, die einen ganz anderen Charakter
trägt, als ihre benachbarten Landschaften. Das Gebiet der Nockberge
besitzt nicht die markanten, von ewigem Schnee und Eis gekrönten
Felsgipfel der Hohen Tauern, und auch nicht die bizarren und schwindelnden
Grate der südlichen Kalkgebirge. Die Herzlandschaft Kärntens
wird geprägt von unendlichen Berggipfeln und weitausladenden
Höhenzügen, eine stille Almlandschaft die zum Wandern
einlädt. Hier findet man in 1700 bis 2000m Höhe die größten
Zirbenwälder Europas. Unzählige Quellen und Bäche
bilden die Grundlage für die Fruchtbarkeit der Region.
Uralte Arbeitswege - heute als Wanderwege
markiert - führen zu Almhütten und Bergbauernhöfen.
In Jahrhunderten von der Bergbauernschaft gepflegt, besitzen die
Nockberge die schönsten und saftigsten Almen des Landes.
Es lohnt sich sehr, im Nationalpark Nockberge
Wanderungen zu unternehmen. Sie sind nicht schwierig und die Wege
sind bestens markiert. Hat man erst einmal die Höhe von etwa
2000m erklommen, so wird jede Wanderung zum bequemen Spaziergang
"in der Waagrechten" und können die traumhafte Sicht,
die an klaren Herbsttagen bis zur Adria reicht, genießen.
Besonders im Herbst, wenn sich die Natur verfärbt, strömen
die Nockberge einen tiefen Frieden aus.
Hier ein Beispiel von einen der vielen
Wanderungen, die Frau Sichrowsky wöchentlich mit ihren Gästen
unternimmt.
Unsere Wanderung beginnt direkt im Zentrum
des Nationalparks, auf dem höchsten Punkt der Nockalmstraße,
der 2000 m hoch gelegenen Schiestlscharte. Von dort führt ein
Steig über steilere Almwiesen auf den 2331 m hohen Klomnock,
ein herrlicher Rundblick läßt sofort alle Mühen
des Aufstiegs vergessen. Rundherum nichts wie "Nocken".
Auf dem Kamm entlang Richtung Westen führt uns der Steig zum
Mallnock (2226 m). Wir genießen neben der herrlichen Fernsicht
auch die vielen kleinen Blumen, die überall blühen. Nach
einem kurzen, steileren Abstieg führt uns ein schöner
Almweg über den Oswalder Bocksattel, der "Roten Burg"
zur Oswalder Bockhütte. Wir sitzen auf einem Felshügel
neben der Hütte und stärken uns mit einer original Kärntner
Brettljaus´n. Dann haben wir noch einen 45 minütigen
Abstieg zur Erlacher Bockhütte und steigen wieder in den Bus.
Ein Tag in den Nockbergen, der sicher in Erinnerung bleibt.
Der Nationalpark Hohe Tauern ist
mit insgesamt rund 1800km² Ausdehnung das größte
zusammenhängende und vielfältigste Schutzgebiet Mitteleuropas
und umfaßt die Bundesländer Tirol, Salzburg und Kärnten.
Hier finden Sie die höchsten Berge Österreichs, ein Hochgebirge
mit unvergleichlichem Panorama. Die Traumstraße Österreichs,
die Großglockner Hochalpenstraße führt direkt hinein
in diese Gletscherwelt der Dreitausender.
Die Wanderwege in den Hohen Tauern sind
nicht oft mehr so einfach zu begehen. Die Höhenunterschiede,
die zu überwinden sind, merkt man besonders in den Waden, und
die Luft wird schon dünner. Doch die Mühe wird mit außergewöhnlichen
Eindrücken mehr als belohnt. Sinnvoll ist es sicherlich auf
den gut gesicherten und einfach zu begehenden Spaziergängen
zu beginnen. Sie erlauben ersten Eindrücke in die Einzigartigkeit
dieses Hochgebirges.
Als Beispiel ein leichte Familienwanderung,
wie sie ebenfalls vom Hotel aus geführt wird.
Die kleinen Wunder der Natur
Der Stappitzersee und sein eiszeitliches
Seebachtal
Im Jahre 1986 erreichte die Gemeinde
Mallnitz die Zugehörigkeit zum Nationalpark Hohe Tauern. Damit
wurde auch das eiszeitliche Seebachtal mit seinen markanten Bergen
und Gletschern, herrlichen Wasserfällen, sanften grünen
Almen und besonders mit dem idyllischen Naturparadies des Stappitzersees
zum Bestandteil des Nationalparks. Ein naturkundlicher Wanderweg
mit 18 Schautafeln erklärt die Besonderheiten der bizarren
Waldlandschaft.
Wir fahren mit dem Bus oder eigenen Pkw
bis zum Parkplatz der Ankogelseilbahn und erreichen in wenigen Gehminuten
den Stappitzersee, der idyllisch am Eingang des Seebachtales liegt.
Ein schönes Landschaftsbild öffnet sich vor unseren Augen,
deutlich sieht man die markanten Bergspitzen der Ankogelgruppe.
Wir wandern nun durch das Tal zu den Almgründen der Lassacher
Almen. Im schimmernden, grünlichen See spiegeln sich die steilen,
bewaldeten Hänge. Wir folgen weiter dem deutlich markierten
Naturlehrpfad, am "betenden Wald" und dem "Eisloch"
vorbei und erreichen nach einem kurzen Waldweg über eine Forststraße
nach
ca 2 Stunden die Schwußnerhütte.
Zeit für eine ausgiebige Rast. Auf dem Rückweg folgen
wir dem Forstweg, kommen bei der Lassacher Alm an 5 herrlichen 100m
hohen Wasserfällen vorbei und erreichen nach insgesamt ca 3
½ stündiger Gehzeit wieder den StappitzerSee. Hier beenden
wir unsere reizvolle Wanderung, die uns einen schönen Einblick
in die Geschichte des Tales gegeben hat.
Wer noch Zeit und Lust hat besucht
anschließend das " BIOS" "was ist Leben"
- ein Fels-Wasser-Luft- Sonnenlabor zum Experimentieren, Forschen
und Staunen in der Nationalparkgemeinde Mallnitz.
|